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Auf die vorhandene LKW Garage an der Puschkinallee in Hohen Neuendorf wird eine eingeschossige Wohnbebauung in Holzständerbauweise mit Flachdach aufgestockt.

Das ursprüngliche Gebäude von 1978 wurde zu Beginn der achtziger Jahre um einen Lagerraum erweitert. Die bestehende Garage von 10 x 15 m Grundfläche wurde in Massivbauweise errichtet, mit einer Stahlkonstruktion als Pultdach.

Das vorhandene Dach wird rückgebaut, der Höhenunterschied aufgemauert, Bestand und neue Wände werden mit einem Ringanker versehen. Für die Spannweiten der neuen Betonfertigteildecke wird ein zusätzlicher Unterzug mit Mittelstütze eingezogen.

Das bestehende Gebäude wird neu verputzt, der Neubau vollständig mit einer horizontalen Holzverschalung versehen. Bestand und Aufbau erscheinen als ein zusammenhängender Baukörper mit deutlich ablesbarer Gliederung.

 

Das rückwärtige Grundstück liegt an den Gleisen der S-Bahn und wurde in 2014 mit einem Wege- und Leitungsrecht von 3 m Breite zum Vordergrundstück versehen.

In der bestehenden Garage befinden sich heute keine LKWs mehr. Das Erdgeschoss wird ausschließlich zu privaten Zwecken für PKW Reparaturen bzw. als Hobbyraum genutzt. Eine gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen.

Der eingeschossige Aufbau mit Flachdach wird über eine zweiläufige Freitreppe erschlossen, Die Höhe des Fertigfußbodens beträgt ca. 4,5m über Oberkante Erdgeschoss. In einem zweiten Bauabschnitt soll später ein Lift eingebaut werden.

Die Wohnung umfasst eine Nutzfläche von 128 m2 und eine Terrasse nach Südosten. Der Mittelflur erschließt alle Zimmer, Bad, WC und Küche. Der geräumige Wohn- und Essbereich verfügt über einen offenen Kamin und hat Anschluss an die Terrasse.

 


Der komplette Aufbau wird als Holzständerbau realisiert, die Wände werden werkseits gefertigt und per Tieflader zur Baustelle transportiert. Mit Hilfe eines Autokrans werden die Fertigteile montiert, die Dachbalken im Anschluß bauseits eingehängt. Die Stützen sind auf die tragenden Außenwände des Bestands abgestimmt. Die Aussteifung geschieht über diagonale Windrispenbänder.
Die Fundamente für die Freitreppe, die neue Stütze und den Lift werden als Punkt- bzw. Streifenfundamente aus Ortbeton gefertigt.

Die Außenwände bestehen aus einer horizontalen Keilstülpschalung mit Hinterlüftung, einer diffusionsoffenen Unterspannbahn, mineralischem Einblasdämmstoff, Holzpfostenkonstruktion, Dampfsperre und Gipskartonplatte.
Die Lärchenholzschalung wird allseitig imprägniert und mit Keim Lignosil RAL 1012 zitronengelb beschichtet.


 

 

Die Flachdachkonstruktion als Holzbalkendecke wird mit einer Gefälledämmung versehen und mit Bitumenbahnen gedeckt. Auf dem Dach sind sechs Solarpanele zur Stromgewinnung installiert.

Alle Räume, bis auf das WC, sind natürlich belichtet und belüftet und mit einem außenliegenden Sonnenschutz versehen. Die doppel- bzw. einflügligen Drehkipp-Fenster mit Dreifachisolierverglasung werden mit Jalousiekästen ausgerüstet.

Alle Räume des Aufbaus werden mit Flachheizkörpern unterhalb der Fenster ausgestattet.
Der komplette Innenausbau wird vom Bauherrn selbst ausgeführt.

 

Team morePlatz: Johannes Schele, Caro Baumann,
David Gras, Huong Nyugen
Leistungsphasen: 1-8

Statik Bestand: Dipl.-Ing. Detlev Krauß, Schildow
Statik Holzbau: Ing.-Büro Wolfgang Hornburg, Kränzlin
Vermesser: Ingenieurbüro Noffke Berteit

Holzbau: Opitz Holzbau Gmbh & Co.KG, Neuruppin
Dach & Fassade: St.Masch, Berlin
Betonbau, Mauerwerk und Abriss: Werbiger Bauunternehmung
Stahlbau Treppe: Metallbau Hohendorf, Wolgast

Bauherr: privat
Fläche: 345 m2
Projekt Jahr: 2021
Photos © morePlatz

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