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Das Bebauungskonzept für den südlichen Teil des Gartenfeld mit hauptsächlich gewerblicher Nutzung orientiert sich im Masstab an den angrenzenden Baufeldern des nördlichen Masterplans von Cobe.
Die Typologie der Stadtblocks wird fortgesetzt und variiert. Eine durchgängig 4-5 geschossige Sockelbebauung definiert den Strassenraum.
Darüber können höhere Bauteile angeordnet werden, in der Regel nochmals 4 Geschosse oder einzelne Hochpunkte.

Das Konzept stellt eine Methode dar, die variabel und für weitere Kriterien anpassbar ist, wie z.B. Freiraumqualitäten, Erschliessungsvarianten oder Erfordernisse bestimmter Programme.

Das Busdepot der BVG für ca 250 E-Busse inkl. Lade- und Servicestation und Werkstattgebäude soll in dieses Konzept integriert werden, so dass der städtische Charakter des 'Gewerbeparks' erhalten bleibt.
Der hier dargestellten Variante wird die Einteilung der
Stadtblocks als Prinzip zugrundegelegt, und darin verschiedene
Anordnungen und Möglichkeiten des Busdepots untersucht.
Das Busdepot, bzw. der Betriebshof wird als ein grosses Gebäude
betrachtet, das in Teilen mit weiteren Nutzungen überbaut werden soll.

Durch die angestrebte Kombination mit anderen gewerblichen Nutzungen entsteht ein interessanter Gebäude-Hybrid.
Dieses Gebäude soll soweit möglich in das städtebauliche Konzept der Stadtblocks integriert werden, was insbesondere für die Durchlässigkeit und die Verbindungen innerhalb des Gebiets eine Herausforderung darstellt.
 


 

Das Busdepot wird überwiegend durch die neue ÖPNV-Brücke an der Rhenaniastrasse im Westen des Gebiets erschlossen. Die genaue Verteilung der Verkehrsmengen muss durch einen Verkehrsgutachter überprüft werden und ist nicht Bestandteil dieser Studie.
Die dargestellte Variante für das Busdepot soll dazu dienen, dass grundlegende Optionen verglichen werden können, und wesentliche Fragen des Projektes aufgezeigt werden.

Die Themen Brandschutz und Arbeitsschutz für die einzelnen Bereiche des Busdepots wurden grundsätzlich berücksichtigt. Aufgrund der Komplexität müssen diese Themen in den weiteren Planungsschritten vertiefend betrachtet werden.

 

Städtebauliche Integration
Eine klare Adressierung im Gebiet und allseitig städtische Fassaden des Busdepots zur Strasse hin werden angestrebt.
Die charakteristische Grundstücksform des Gartenfelds wird durch die Anordnung des Depots und den Übergang zur Landschaft im Süden optimal ausgenutzt, wobei die grosse Grundfläche des Busdepots, das Gebiets in eine Nord- und Südhälfte teilt.
Das Dach wird teilweise ein öffentlicher Freiraum / Park, der über die grosse Treppe von Süden erreichbar ist, sowie durch eine Treppenanlage von der Strasse und S-Bahn Station.
Das BVG Depot wird von Norden erschlossen - eine separate Ein- und Ausfahrt organisiert den Betriebsablauf der 254 Busse im Inneren als ebenerdiger Loop mit linearer Abfolge.
Alle Personalräume sind an der Fassade zur Strasse hin angeordnet und natürlich belichtet.


 

 

Die südlich ans Gartenfeld angrenzende Entwicklung der Siemensstadt zum Smart Campus legt eine benachbarte Nutzung durch eine Siemens Konzernzentrale neben dem Busbepot nahe.

Der Hochpunkt der neuen Siemens Plaza korrespondiert mit seinen siebzehn Geschossen mit den beiden geplanten Hochhäusern im Nordteil des Gartenfeldes - dem Mobility Hub am Eingang neben der Belgienhalle und dem am westlichen Ende gelegenen Wohnturm am Berlin Spandauer Schiffahrtskanal.

Die drei herausragenden Volumen spannen somit ein Dreieck auf, das die charakteristische Form des gesamten Areals widerspiegelt.

 

 

Die Erschliessung des südlichen Gartenfeldes geschieht über die Hauptstrasse vorbei am geplanten Schulscampus und den am S-Bahnhof gelegenen E-mobility Hub.

Zwei neue Brücken - eine Kfz- und ÖPNV Brücke zur Rhenaniastrasse und eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke im Süden zum Saatwinkler Damm, gewährleisten eine gute Anbindung des Areals an die Umgebung.

Die auskragenden Volumen des Bürokomplexes der Siemens Plaza markieren den südlichsten Punkt des Gartenfelds und formen ein weithin erkennbares iconografisches Gebäude angrenzend an den sichelförmigen Park entlang der Biegung des Kanals.

Die Öffnungen der Fensterfront des Busdepots hin zur Mittelstrasse buchstabieren den Slogan der BVG - Weil wir Dich lieben.

Auftraggeber städtebauliche Studie: UTB Berlin
in Koordination mit der BVG

team: Caro Baumann, Johannes Schele, Alexandra Böhme

Grundstück BVG: ca. 49.300 m2
zusätzliche GF BVG: ca. 30.000 m2

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